Die Firma Holcim AG hat von der Studien- und Fördergesellschaft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft den 1. Umweltpreis bekommen. Der Preis wurde dem Unternehmen übergeben, weil Holcim eine „Vorbrennkammer entwickelt und installiert hat, mehr Ersatzbrennstoffe zum Einsatz bringt, Ressourcen schont und die C02 Emissionen reduziert.“
Davon berichtete die Norddeutsche Rundschau am 24.09.2014 .
Diese Preisverleihung von der Wirtschaft für ein Wirtschaftsunternehmen sieht die Bürgerinitiative zur Verhinderung gesundheitsgefährdender Abfallbeseitigung (BIAB e. V.) sehr kritisch.
Sicher liegt es im Interesse der Allgemeinheit, Ressourcen zu sparen. Aber dies geschieht durch den Betrieb der Vorbrennkammer nach Meinung der BIAB keineswegs. Vielmehr ermöglicht diese, dass in ihr nun auch grobstückiger Abfall ( z. B.Elektroschrott) mit einer Jahresmenge von 80.000 t zum Einsatz kommen kann. Dies ist sicherlich ein wirtschaftlicher Vorteil und erhöht die Gewinne der Aktionäre. Einen Vorteil für die Umwelt sieht die BIAB nicht. Denn mit der neuen Kammer erhöht sich zwangsläufig die Belastung der Nachbarschaft durch emittierte Schadstoffe.
Dazu ein Zitat von Herrn Christian Tebert, Ökopol Hamburg, aus der Norddeutschen Rundschau vom 11.07.2014:
 „Geringer aufbereitete Abfälle benötigen auf der anderen Seite besonders zuverlässige Abfall-Lieferanten und gut geschultes Personal, damit das Risiko von Quecksilbereinträgen gering bleibt – denn das Zementwerk ist nicht wie eine Müllverbrennungsanlage zur Quecksilberminderung ausgelegt.“
Insgesamt können im Ofen 11 rund 2.000.000 t Müll pro Jahr, davon 40 %  Sondermüll und Klärschlamm verbrannt werden. Holcim hat die Erlaubnis erhalten bis zu 190 kg Quecksilbper pro Jahr in die Umwelt auszustoßen.
Deshalb fordert die BIAB, dass die Firma Holcim die bestmögliche Filtertechnik einsetzt.  Müllverbrennungsanlagen sind verpflichtet, Filtertechniken einzubauen, die u.a. die Quecksilberemissionen stark reduzieren. Würde zum Beispiel die Sondermüllverbrennungsanlage SAVA in Brunsbüttel die gleiche Menge Müll verbrennen wie Holcim, würde diese hochgerechnet etwa 20 kg pro Jahr  Quecksilber (Hg) ausstoßen, ein Zehntel der Hg-Emission von Holcim.
Solange Holcim nicht bereit ist, in effektivere Filter zu investieren, hat Holcim auch keinen Umweltpreis verdient und solange wird die BIAB weiterkämpfen für eine geringere Belastung,  also eine gesündere Umwelt für Mensch und Tier in Lägerdorf und Umgebung.